Handball Herren 3. Liga - Aktuelles

22.09.2014

Großsachsen scheitert an sich selbst und Torhüter Ullrich

TVG Großsachsen-SG Leutershausen 18:22 (10:10)

Ausverkauftes Haus, Saunatemperaturen in der Sachsenhalle und Kampf bis zum Schluss. Ein „Handballleckerbissen“ war es nicht was beide Teams am Samstag Abend zeigten, aber das ist in einem Derby auch nicht wirklich zu erwarten. Die SG Leutershausen war das bessere von zwei schwachen Teams und fuhr den verdienten Derbysieg ein. Chancen hatte der TVG Großsachsen genug im Hirschberger Derby, aber er nutzte sie einfach nicht. 22 Gegentore ist ein guter Wert und an der Abwehr lag es weis Gott nicht das man den Kürzeren zog. Wie in den Spielen zuvor war der Angriff das Hauptproblem der Mannen von Trainer Stefan Pohl.

Besser ins Spiel kamen die „Saasemer“. 4:1 nach vierzehn gespielten Minuten zeigte aber schon zu diesem Zeitpunkt an was der TVG an diesem Abend scheitern sollte. „Da müssen wir 7 oder 8 Tore vorne sein, wir hatten Leutershausen absolut im Griff, haben es aber versäumt einen richtigen Vorsprung herauszuwerfen“, war sich auch TVG-Kapitän Tobias Kohl nach der Partie der Lage bewusst. So glich die SGL zum 4:4 aus und lies sich auch durch die Nochmalige und kurzfristige 6:4 (21.)Führung des TVG nicht mehr aus dem Konzept bringen. Einmal noch führte der TVG, 7:6 (24.), aber das sollte es dann auch gewesen sein mit der „Saasemer“ Herrlichkeit. Die „Heisemer“ hielten beim 10:10 zur Halbzeit die Partie offen und kamen weitaus besser aus der Kabine.

Tobias Kohl „erlöste“ nach acht gespielten Minuten in Durchgang zwei mit seinem Treffer die heimischen Fans, konnte aber das Ruder auch nicht mehr herumreissen. Leutershausen hatte zu diesem Zeitpunkt bereits fünfmal getroffen und lies sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Großsachsen kämpfte sich mehrfach heran, schaffte aber nie den Ausgleich. Immer wieder scheiterte man am starken Torhüter Sebastian Ullrich. Alleine drei Siebenmeter verwarf der TVG und dazu noch etliche Freie. So kam wie es kommen musste. Die SGL siegte erneut in der Sachsenhalle und lies ratlose Fans wie Spieler zurück. Fakt ist das der TVG schnellstens wieder in die Spur kommen muss, denn mit dieser Angriffleistung wird man es in der Liga extrem schwer haben.

Bereits am kommenden Samstag kommt mit dem TV Hochdorf ein weiteres Topteam in die Sachsenhalle. Im Badisch-Pfälzischen Derby sind die Rollen wieder klar verteilt, aber das zählt alles nicht. Der TVG braucht Punkte egal wie. Die Abwehr steht aber im Angriff sollte schnellstens den Schlüssel finden, sonst geht man in „Saase“ ganz schweren Zeiten entgegen.

TVG Großsachsen: Fischer, Fraefel; Gunst, Zweigner (4/1), Masica (4), Knierim (1), Schulz (3), Kohl (2), Zahn (4), Rybakov, Spilger, Sauer D., Sauer F., Reisig.

SG Leutershausen: Hübe, Ullrich; Fritsch (2), Wilde (1), Hornstein, Pfattheicher (2), Prestel (7/3), Volk (1), Durak, Geppert (6), Conrad, Dippe (3).

Zuschauer: 900

22.09.2014

Spieler des Tages

Spieler des Tages vom Derby gegen Leutershausen
links: Tobi Kohl (TVG) rechts: Kai Dippe (SGL)

Die Spieler des Tages erhalten jeweils einen Obstkorb gespendet vom Obsthof Bitzel und eine Flasche Wein vom Weingut Raffl und der Winzergenossenschaft Schriesheim.

17.09.2014

Hirschberger Festspiele Teil 1

Die Spielstätten trennen gerade einmal zwei Kilometer, die Ortsschilder ein paar hundert Meter und eigentlich ist es ja auch eine Gemeinde. Allerdings wird diese eine Gemeinde am Samstag für ca. 90 Minuten in „Saasemer“ und „Heisemer“ gespalten sein. Auch wenn das Verhältnis mit früheren Zeiten absolut nicht mehr zu vergleichen ist, gibt es nichts Größeres als den Lokalrivalen im Derby zu besiegen.

Als am 01.01.1975 die beiden Gemeinden Großsachsen und Leutershausen zusammengelegt wurden, war das Ganze das kleinere Übel, wie man so schön sagt. Großsachsen wollte nicht von Weinheim eingemeindet werden und Leutershausen nicht von Schriesheim. Also setzte man sich an einen Tisch und hob Hirschberg a.d.Berg. aus der Taufe. Im Endeffekt, hat man mit dieser Entscheidung alles richtig gemacht. Während die „Satellitenstaaten“ rund um Hirschberg sich oft ins zweite Glied zurückgesetzt fühlen entwickelte sich die Vernunftehe prächtig.

Der Gemeinde geht es gut und in den Jahren ist von der früheren Rivalität nicht mehr viel zu spüren. Die lebt am Samstag ab 20 Uhr wieder auf wenn die Blau-Gelben, die Rot-Weißen aus der Nachbarschaft empfangen. Was früher undenkbar schien ist heute mehrfach zur Realität geworden. Mit Mark Wetzel, Roko Peribonio, Jonas Gunst, Simon Spilger und Philip Schulz, um nur einige zu nennen, gibt es schon etliche Spieler die beide Trikots trugen. Großsachsen hat keine Deutschen Meisterschaften vorzuweisen, aber wie die SGL eine über 80jährige Handballtradition bei der es zwar langsamer aber stetig nach oben ging. Nach der Insolvenz der SGL war man kurzfristig die Nummer eins im Ort und traf nach dem Neustart von Leutershausen bereits viermal in der BW-Oberliga aufeinander. Großsachsen folgte der SGL in die 3. Liga musste sie dann wieder kurzfristig in die 2. Liga ziehen lassen.  Nach dem Abstieg kommt es also wieder zum Derbykracher der, zumindest, auf DHB-Ebene seines Gleichen sucht.

Nicht nur die Derbybilanz von 8:4 Punkten spricht dabei klar für die SGL. Großsachsen konnte den Rivalen noch nie in heimischer Halle besiegen, ja nicht einmal ein Punktgewinn gelang den „Saasemern“. Auch der Start in die neue Saison spricht für Leutershausen. Während man dort mit 5:1 Punkten die Tabelle anführt, steckt der TVG mit 2:4 Punkten schon kräftig im Schlamassel. Besonders der Angriff läuft noch nicht rund bei den Gastgebern, die Anlaufzeit ist einfach noch zu lange, doch gibt es einen besseren Moment als das im Derby endlich zu ändern? „Wir freuen uns riesig auf das Ortsderby, und die einmalige Stimmung in der Sachsenhalle. Wenn wir es im Gegensatz zu den letzten beiden Partien schaffen unsere technischen Fehler im Angriff zu reduzieren, bin ich davon überzeugt, dass der Ein- oder Andere Punkt die Ortsgrenze nicht verlässt“, ist Kapitän Tobias Kohl guter Dinge.  „Wir werden alles in die Waagschale werfen und versuchen das Ruder rumzureißen. Das wird verdammt schwer denn die SGL hat eine Klassemannschaft, aber unschlagbar sind sie nicht. Seit Wochen gibt es kein anderes Thema mehr als das Derby, vielleicht hat uns das auch in den letzten Partien gehemmt.

Die Saison besteht aber nicht nur aus diesen beiden Spielen von daher erwarte ich in jeder Partie bedingungslosen Einsatz“, nimmt Trainer Stefan Pohl sein Team in die Pflicht. Inwieweit Pohl auf seine Verletzten zurückgreifen kann bleibt abzuwarten. Alexej Rybakov dürfte seine Grippe bis Samstag überwunden haben, bei Simon Reisig sieht es auch schon ganz gut aus. Bei Thomas Zahn steht noch ein großes Fragezeichen, das wird sich wohl alles sehr kurzfristig entscheiden.

Rund um die Partie hat sich der TVG einiges einfallen lassen um alle Zuschauer bestens zu versorgen, los geht es bereits um 17 Uhr. „Zusätzlich zu unserem normalen Verkauf wird ein Bierwagen auf dem Parkplatz der Sachsenhalle aufgestellt, für unsere kleinen Fans steht eine Hüpfburg bereit. Nach der Partie wird die Halle schnellstens bestuhlt und dort gefeiert. Das ganze soll ein Fest für alle Hirschberger werden“, so Handballabteilungsleiter Torsten Frohn. Egal wie die Partie auch ausgeht, gefeiert wird also auf jeden Fall und der Verlierer sollte sich nicht zu lange grämen. Denn das Rückspiel (30.01.2015) kommt bestimmt.

Es sind nur noch wenige Restplatzkarten (Stehplatz) vorhanden. Die bekommen sie unter 06201/56243 auf der TVG Geschäftsstelle oder an der Abendkasse.

 

Samstag 20.09.2014 20 Uhr TVG Großsachsen-SG Leutershausen, Sachsenhalle Großsachsen

15.06.2014

Ballaktion von unserem Ausstatter Sport Hambrecht

15.09.2014

Großsachsen wacht zu spät auf

SG H2Ku Herrenberg-TVG Großsachsen 29:27 (17:13) 

Nichts war es mit den zwei erhofften Punkten für den TVG in Herrenberg. Leider wachte der TVG erst nach 50. Minuten auf, war zu diesem Zeitpunkt mit 22:28 in Rückstand und konnte die Partie trotz größter Anstrengungen nicht mehr drehen. Kampfkraft und Wille waren vorhanden aber das alleine reicht in der 3. Liga leider nicht. Trotz der Niederlage war das ein Schritt nach vorne für die „Saasemer“. Im Gegensatz zum Heimspiel gegen den TSV Rödelsee stemmte man sich mit allen Mitteln gegen die Niederlage musste am Ende aber leider klein beigeben.

Die Vorzeichen vor der Partie standen nicht gut für das Team von Stefan Pohl. Thomas Zahn und Simon Reisig weiterhin verletzt und Alexej Rybakov durch eine Grippe geschwächt. Ausfälle die man nur schwer verkraften konnte, als dann noch Peter Masica in der 25. Minute eine, zumindest, fragwürdige Rote Karte kassierte gingen Großsachsen nach und nach die Spieler aus. Bis zu diesem Zeitpunkt hielt man in der Markweghalle bestens mit,  musste den Gastgeber dann aber auf 17:13 zum Pausenpfiff ziehen lassen. Nach Wiederbeginn wurde daraus schnell ein 19:13 (32.) und 23:17 (39.).

Stefan Pohl reagierte mit einer Auszeit die leider nur kurzfristig für Erfolg sorgte, 23:19 (43.). Angetrieben durch das lautstarke Publikum enteilte Herrenberg wieder auf 28:22 und sah da schon wie der sichere Sieger aus. Auf die Gäste gab man keinen Pfifferling mehr, sah sich darin aber getäuscht. Als der starke Simon Spilger 90 Sekunden vor dem Ende zum 28:27 traf schien wieder alles möglich. Herrenberg reagierte mit einer Auszeit und traf 40 Sekunden vor dem Ende zum entscheidenden 29:27. Großsachsen blieb keine Zeit mehr um zu reagieren und kassierte im dritten Spiel die zweite Niederlage.

Jetzt geht es am Samstag gegen den Ortsrivalen aus Leutershausen. Wer in dieser Partie Favorit ist braucht man nicht lange überlegen. Vielleicht gelingt dem TVG ja eine Überraschung, zumindest will man der SGL nicht kampflos die Sachsenhalle überlassen. 

TVG Großsachsen: Fischer, Fraefel; Gunst (2), Zweigner (6/1), Masica, Knierim, Schulz (4), Kohl (3), Rybakov, Spilger (9/3), Sauer D. (2), Sauer F. (1), Waldmann.

10.09.2014

TVG Großsachsen in Herrenberg gefordert

Ernüchterung machte sich am vergangenen Samstag in der Sachsenhalle breit. Der TVG hatte soeben sein erstes Heimspiel der noch jungen Saison deutlich und verdient mit 23:29 gegen den TSV Rödelsee verloren und musste zwei fest eingeplante Punkte an die Gäste abtreten. Der Vorteil im Sport ist immer das man nicht lange auf die Chance zur Wiedergutmachung warten muss, was am Samstag in der Markweghalle zu Herrenberg gegen die SGH2Ku aber sicherlich nicht einfach wird. Der Gastgeber steht ebenfalls mit 2:2 Punkten im Mittelfeld der Tabelle und möchte, nach eigener Aussage, vor allem in seinen Heimspielen die notwendigen Punkte zum Klassenerhalt holen.

Das klappte zu Beginn der Saison mit einem 27:25 Derbysieg gegen den TSV Neuhausen/Filder auch bestens. Vergangenen Samstag setzte es allerdings eine herbe 27:39 Klatsche bei der SG Nussloch. Auch wenn ein Sieg bei der SG Nussloch sicherlich nicht eingeplant war, ist die Höhe der Niederlage doch überraschend. Wie der TVG in seinem Heimspiel agierte man weit unter Form und hat sich am Samstag einiges zur Wiedergutmachung vorgenommen.

TVG-Trainer Stefan Pohl erwartet zuallererst einmal ein anderes Auftreten seines Teams: „Am Samstag stimmte wirklich von der 1. Minute an vorne wie hinten nichts. Das muss besser werden, sonst haben wir gegen kein Team in dieser Liga eine Chance“. Gute Erinnerungen an die Markweghalle hat Pohl. Im Januar 2014 bestritt er dort sein erstes Spiel als hauptverantwortlicher Trainer der „Saasemer“ und landete gleich einen 33:29 Auswärtssieg. Ein Ergebnis gegen das am Samstag sicherlich niemand etwas einzuwenden hätte zumal in der Folge mit den beiden Derbys gegen die SG Leutershausen und den TV Hochdorf ganz schwere Aufgaben warten. Will man nicht schon früh in der Saison in den unteren Teil der Tabelle rutschen sollte man sich also kräftig strecken und alles versuchen um etwas Zählbares aus Herrenberg mitzunehmen. Die Fans in Herrenberg gelten als besonders stimmgewaltig von daher kann sich der TVG nicht nur auf dem Spielfeld auf einiges gefasst machen. Weiterhin verzichten muss man auf die Verletzten Thomas Zahn und Simon Reisig.


08.09.2014

TVG Großsachsen von allen guten Geistern verlassen

TVG Großsachsen-TSV Rödelsee 23:29 (12:16)

Das hatten sich Trainer, Spieler, Verantwortliche und Fans des TVG Großsachsen ganz anders vorgestellt. Es gab mal ein schönes Sprichwort: FIAT, Fehler in allen Teilen. Der TVG ist zwar kein Auto aber gepasst hat das an diesem Samstag schon. Eigentlich sollte im Heimspiel gegen die Unterfranken aus Rödelsee mit einem Heimsieg nachgelegt werden. Doch leider kam alles anders. Großsachsen präsentierte sich in einer ganz schwachen Verfassung, führte das ganze Spiel nicht einmal und bekam mit der 23:29 Niederlage die Quittung der Gäste präsentiert.

Die waren über ihren Auswärtscoup dann auch hellauf begeistert nach der Partie und feierte ausgelassen mit den mitgereisten Fans. Besonders Gästeakteur Bostjan Hribar bekam die Defensive der Gastgeber nie in den Griff. Der ehemalige Slowenische Nationalspieler erzielte am Ende 10 Tore und war so fast im Alleingang für die Niederlage des TVG verantwortlich. Beim 5:8 (13.) versuchte Trainer Stefan Pohl mit einer Auszeit seine Mannen neu einzustellen, hatte aber leider wenig Erfolg. Über die Spielstände 5:11 (16.) und 9:13 (20.) ging es mit einem verdienten Viertorerückstand (12:16) in die Pause. Viele Fans des TVG hatten die Hoffnung das in Halbzeit zwei Besserung auftritt denn viel schlimmer konnte es eigentlich nicht mehr kommen. Doch leider wurden sie entäuscht. Noch zweimal kam man bis auf Zwei-Tore an die Gäste heran, 19:21 (47.) und 20:22 (49.) verbaute sich aber just zu diesem Zeitpunkt durch teilweise haarsträubende Technische Fehler und Fehlpässe in Hülle und Fülle ein besseres Ergebnis. So mussten der TSV Rödelsee nie wirklich um den Sieg zittern und ging als absolut verdienter Sieger aus dem Spiel hervor. Erschreckend auf der „Saasemer“ Seite war vor allem wieder die Angriffleistung, die weiterhin ganz viel Luft nach oben lässt.

Einen Umstand den man schnellstmöglich beheben sollte, denn nach der schweren Auswärtspartie am Samstag in Herrenberg kommen mit der SG Leutershausen und dem TV Hochdorf richtige Brocken in die Sachsenhalle. Sollte man gegen die eine ähnliche Leistung zeigen wird man mit wehenden Fahnen untergehen.

TVG Großsachsen: Fischer, Fraefel; Gunst, Zweigner (5/3), Masica (1), Zschippig (1), Knierim (1), Schulz (2), Kohl (6). Rybakov (2), Spilger (1), Sauer D., Ackermann, Sauer F. (4/1).

08.09.2014

Spieler des Tages vom 6.9.2014

links: Nicolai Zschippig (TVG) rechts: Julius Weinhardt (Rödelsee)

Die Spieler des Tages erhalten jeweils einen Obstkorb gespendet vom Obsthof Bitzel und eine Flasche Wein vom Weingut Raffl und der Winzergenossenschaft Schriesheim.

04.09.2014

TVG Großsachsen will bei der Heimpremiere nachlegen

Der Start in die Saison ist dem TVG Großsachsen mit dem 22:21 Auswärtssieg beim SV Salamander Kornwestheim bestens gelungen. Jetzt möchte das Team um Kapitän Tobias Kohl im Heimspiel gegen den TSV Rödelsee nachlegen und die nächsten Punkte einfahren. Die Unterfranken starteten mit einer 26:31 Heimniederlage gegen die SG Nussloch, aufgrund dessen sollte man sie aber auf keinen Fall unterschätzen. „Die SG Nussloch ist kein typischer Aufsteiger, die Mannschaft ist gespickt mit ehemaligen Zweitligaspielern, von daher gebe ich auf das Ergebnis nicht viel“, weiß TVG-Trainer Stefan Pohl. „Auch andere Mannschaften werden gegen die SG schlecht aussehen, wir sollten uns auf uns konzentrieren und nicht den Fehler machen den nächsten Gegner an alten Ergebnissen zu messen“.

Der letztjährige Aufsteiger rettete sich mit einem 25:24 Heimsieg gegen den TSB Heilbronn/Horkheim am letzten Spieltag auf den viertletzten Platz und schickte Kornwestheim in die Relegation. Die Rettung war vor allem einer starken Rückrunde zu verdanken bei dem auch der TVG Großsachsen bei der 29:21 Niederlage in Rödelsee chancenlos war. Es gibt also einiges gutzumachen gegen die Unterfranken und die haben erfahrene Akteure in ihren Reihen. Hervorzuheben sicherlich der 70-fache Tschechische Nationalspieler Rostislav Badura (39), der in der letzten Saison noch das Tor von Vizemeister HSC Bad Neustadt hütete. Im Feld ist Bostian Hribar Denker und Lenker des Teams von Trainer Fritz Zenk. Der 37 Jahre alte Slowene lief immerhin 15mal für sein Heimatland auf und war auch schon beim Bundesligisten TV Großwallstadt am Ball. Dass Alter nicht vor Toren schützt bewies er mit sieben Treffern gegen die SG Nussloch.

Die „Saasemer“ sollten ihr Angriffsspiel diesmal besser in Schwung bringen als noch in Kornwestheim. Nochmal wird das mit einem 50minütigen Angriffsblackout wohl nicht gut gehen. Wie gut nur das sich die Defensive in einer bomben Verfassung präsentiert hat, dies wird auch am Samstag von Nöten sein. Verletzungsbedingt wird Thomas Zahn auf jeden Fall noch ausfallen. Wie es mit Sebastian Knierim und Simon Reisig aussieht wird sich kurzfristig entscheiden.

 

Samstag 06.09.2014, 20 Uhr, TVG Großsachsen-TSV Rödelsee, Sachsenhalle Großsachsen


31.08.2014

TVG mit perfekter Punktlandung

SV Salamander Kornwestheim-TVG Großsachsen 21:22 (10:9)

Der TVG Großsachsen ist mit einem Auswärtssieg perfekt in die Saison gestartet. Beim 22:21 Sieg in Kornwestheim machte es der TVG aber mehr als spannend und strapazierte die Nerven der mitgereisten Fans ordentlich. Erst Peter Masica‘s Schuss ins Glück 1 Sekunde vor Ende der Partie erlöste die „Saasemer“ und sorgte für Jubelstürme auf Seiten der Gäste. Großsachsen führte genau zweimal, beim 20:21 kurz vor Schluss und eben beim 21:22 bei Abpfiff. Wie man schon am Ergebnis erkennen kann war die Partie nichts für Angriffsästheten, dafür kamen die Liebhaber für die Defensive bestens auf ihre Kosten. Großsachsen stellte von Beginn an eine bombensichere Abwehr lies aber im Angriff jegliche Durchschlagskraft vermissen. So führten die Gastgeber stetig konnten sich aber im ersten Durchgang nie wirklich absetzen. Mit einer 10:9 Führung ging Kornwestheim in die Pause und war guter Dinge die Partie für sich zu entscheiden.

Hinten top und vorne ein Flop so lief auch Durchgang zwei. Kornwestheim setze sich mehr und mehr ab und sah beim 18:14 (49.) bereits wie der sichere Sieger aus. Doch Großsachsen wehrte sich und fand zu einem wichtigen und spielentscheidenden Zeitpunkt endlich in die Partie. Der Angriff wirkte nach einer Auszeit von TVG-Trainer Stefan Pohl strukturiert und stellte die Gastgeber mehr und mehr vor Probleme. Plötzlich lief es wie am Schnürchen und man holte Tor um Tor auf. Beim 20:20 (57.) durch Simon Spilger war der Ausgleich endlich geschafft. Nach einem Ballgewinn und einer erneuten Auszeit von Pohl erzielte Philipp Schulz die erste Führung für die Gäste (59.). Kornwestheim konterte mit einem schnellen Angriff zum 21:21 Ausgleich und bei nur noch 14 Sekunden Restspielzeit schien man sich auf ein Unentschieden zu einigen. Doch Großsachsen zog seine letzte Trumpfkarte. Mit einer Freiwurfvariante spielte man Peter Masica frei, dieser vollendete eiskalt zum 22:21 Sieg.

Der Jubel war nach Abpfiff unbeschreiblich und Trainer Stefan Pohl war überglücklich. „Wir haben von Beginn an eine Bombenabwehr gestellt. Erst nach dem 18:14 Rückstand war auch unser Angriff endlich auf der Platte. Wir hatten endlich den nötigen Zug zum Tor. Besonders freut mich, dass wir mit zwei einstudierten Freiwurfvarianten die erstmaligen Führung und den Sieg erzielt haben. Besser kann die Saison nicht starten. Jetzt wollen wir im Heimspiel am Samstag gegen den TSV Rödelsee nachlegen“.

TVG Großsachsen: Fischer, Fraefel; Gunst (1), Zweigner (3/1), Zschippig, Schulz (5), Kohl (4), Masica (3), Rybakov (2), Spilger (2), Sauer D., Sauer F. (2), Scholz, Waldmann.

27.08.2014

TVG Großsachsen muss zum Auftakt nach Kornwestheim

Endlich!! Werden an diesem Wochenende viele sagen. Die Vorbereitung ist ab Samstag Geschichte und es geht wieder um Punkte in der 3. Liga Süd. Die Fans können sich auf ein Jahr mit vielen heißen und spannenden Derbys freuen, viel mehr geht nicht. Mit der SG Leutershausen, der SG Nussloch, dem TV Hochdorf, der TGS Pforzheim, der SG Kronau/Östringen und dem TSB Heilbronn/Horkheim befinden sich gleich sechs der Teams in der, mehr oder weniger, nahen Umgebung der „Saasemer“. Die „Mutter aller Derbys“ im Ort gegen die SGL überstrahlt dabei aber alles. Von Liga 1-3 ist dies sicherlich einmalig. Bis zum 20.09. hat der TVG aber noch einige Brocken aus dem Weg zu räumen.

Die Runde beginnt vor den Toren Stuttgarts beim SV Salamander Kornwestheim. Die Schwaben benötigten in der letzten Saison die Relegation um den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen. In einer dramatischen Partie setzte man sich auf neutralem Boden mit 30:28 gegen den Drittletzten der 3. Liga West, VfL Gladbeck, durch und feierte, quasi in letzter Sekunde, den Klassenerhalt. Im Sommer nun hat sich beim SVK einiges getan und daher weis TVG-Trainer Stefan Pohl nicht so ganz wie er den kommenden Gegner einschätzen soll. „Sie haben mit Hans Christensen einen neuen Trainer und sehr gut eingekauft. Mit Pascal Welz (TW, SG Bietigheim), Peter Jungwirth (RR, RA, TV Bittenfeld) und Christian Wahl (RL, HBW Balingen/Weilstetten) holte man Spieler mit Zweitligaerfahrung die werden das Qualitätsniveau der Heimsieben sicherlich deutlich erhöhen“.

Doch Bangemachen gilt nicht, denn gegen Ende der 8-wöchigen Vorbereitung lieferte der TVG gute Ergebnisse. „Ich bin mit der Vorbereitung größtenteils zufrieden. Wir wollten im Juli viel testen und ab August dann auch Ergebnisse liefern. Ich denke das ist uns ganz gut gelungen. Störend sind und waren die Verletzungen von Sebastian Knierim, Alexej Rybakov, Simon Reisig und Tom Zahn, nicht zu vergessen den Verlust von Marius Jörres. Was mich freut ist das Neuzugang Philip Schulz sich bestens ins Team integriert hat, er wird uns vorne wie hinten verstärken. Das wird Samstag eine hammerharte Partie aber wir wollen mit einem Sieg erfolgreich in die Saison starten und dafür werden wir alles geben“, so Stefan Pohl. Die durchweg guten Erfahrungen in Kornwestheim gilt es also fortzusetzen was sicherlich alles andere als einfach wird. Wer die Jungs unterstützen möchte meldet sich bitte bei Familie Reisig (06201/51951). Abfahrt ist am Samstag um 16.30 Uhr an der Sachsenhalle und um 17 Uhr an der Patrick-Henry-Village in Schwetzingen.

Samstag 30.08.2014, 20 Uhr, SVK Salamander Kornwestheim-TVG Großsachsen, Sporthalle Ost, Kornwestheim

26.08.2014

TVG gewinnt zum Abschluß der Vorbereitung den Lengler Cup in Schwetzingen

In einer Woche geht es in der 3. Liga los und der TVG wollte unbedingt mit einem Erfolgserlebniss die anstrengende Vorbereitung beenden. Das gelang mit dem Sieg beim Lengler Cup der HG Oftersheim/Schwetzingen und bescherte den „Saasemern“ nach dem Osada Cup den zweiten Turniererfolg in der Vorbereitung. Als einzigster Drittligist war man in der Favoritenrolle und konnte diese auch größtenteils ausfüllen, auch wenn das Endspiel nichts für schwache Nerven war. Doch der Reihe nach.

Großsachsen trat ohne Vier in der Schwetzinger Nordastadthalle an. Ohne Thomas Zahn, Alexej Rybakov, Sebastian Knierim und Simon Reisig startete man gegen den Badenligisten Friedrichsfeld. Mit 24:11 viel der Sieg nach 40 Minuten mehr als deutlich aus und man konnte noch Kräfte für das direkt anschließende Spiel gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen II schonen. Auch dieses Spiel war mit 24:17 eine deutliche Angelegenheit. Zum Vorrundenabschluß war der Landesligist aus Plankstadt der Gegner des TVG. Den drei Klassen tiefer spielenden Gegner nahm man wohl etwas auf die leichte Schulter, konnte aber den Schalter noch rechtzeitig umlegen und zog mit einem 21:19 Sieg in das Endspiel ein. Dort traf man auf den Gastegber aus der BW-Oberliga.

Im dritten Aufeinandertreffen in dieser Vorbereitung schaffte der TVG nach einem Kraftakt einen 26:25 Sieg und holte sich verdient den Turniersieg. „Die Belastung war mit 160 Spielminuten, auch angesichts der angespannten Personallage, nochmal richtig hoch. Schön das die Jungs sich mit dem Turniersieg belohnt haben.

Sonntag ist jetzt Pause und dann bereiten wir uns ab Montag auf den Start in Kornwestheim vor. Ich hoffe das dort der Ein- oder Andere Verletzte wieder zurück kommt“, so ein zufriedener TVG-Trainer Stefan Pohl.

Quelle: Weinheimer Nachrichten vom 26. August 2014

19.08.2014

TVG belegt Platz 4 beim gut belegten Joker Jeans Cup in Bönnigheim

Nach einem kräftezehrenden Wochenende belegte der TVG Großsachsen Platz 4 beim Joker Jeans Cup in Bönnigheim. Mit Friedberg, Heilbronn/Horkheim, Konstanz, Leichlingen‎, Leutershausen, Fürstenfeldbruck und dem TVG waren gleich sieben Drittligisten am Start. Komplettiert wurde das Feld vom Schweizer Erstligisten Amicitia Zürich.

In der ersten Partie traf man auf den Ligakonkurrenten aus Horkheim und unterlag unglücklich mit 19:18. "Ärgerlich denn wir haben alleine drei Siebenmeter vergeben, von den Freien möchte ich gar nicht reden", so TVG-Trainer Stefan Pohl. Zu allem Überfluss Verletzte sich RA Sebastian Knierim schon nach 12 Minuten und konnte in der Folge nicht mehr eingesetzt werden.

In der zweiten Partie dominierte man die Mannschaft aus Zürich und siegte deutlich mit 17:13. In der letzten Vorrundenpartie schlug man die Mannschaft des TSV Friedberg mit 19:15 und zog in das Spiel um Platz 3 ein. Im Nachhinein ist die Eintoreniederlage gegen Horkheim umso ärgerlicher denn ein unentschieden hätte für das Endspiel gereicht.

Gegner im Spiel um Platz 3 war die HSG Konstanz und die hatte in der Vorrunde schon deutlich die SG Leutershausen geschlagen und für deren ausscheiden gesorgt. Auch der TVG sah nicht mehr viel Land und verlor deutlich mit 19:9. "Ich bin trotzdem mit dem Abschneiden meiner Mannschaft zufrieden. Im letzten Spiel fehlte, auch angesichts der Verletzten, einfach die Kraft. Das war aber alles in allem eine Leistung auf der wir aufbauen können.

In 14 Tagen in Kornwestheim müssen wir topfit sein", so ein zufriedener TVG-Trainer Stefan Pohl.

Quelle: Weinheimer Nachrichten vom 19. August 2014

13.07.2014

TVG Großsachsen testet gegen Schweizer Juniorennationalmannschaft

Die Vorbereitung des TVG Großsachsen läuft bereits seit 3 Wochen auf Hochtouren. Momentan arbeitet man noch viel im Ausdauerbereich, aber nach und nach fließen immer mehr Aspekte aus dem spielerischen Bereich mit ins Training ein. Verzichten muss TVG-Trainer Stefan Pohl schon die ganze Vorbereitung auf Thomas Zahn und Simon Reisig. Thomas Zahn laboriert immer noch an seinem Mittelfußbruch und kann nur sehr eingeschränkt trainieren. Simon Reisig wurde am Mittelfuß sogar operiert und ist z. Zt. mit der Reha beschäftigt. Stefan Pohl zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden, alle ziehen voll mit und auch Neuzugang Philipp Schulz ist schon voll im Team integriert. Am Sonntag um 15 Uhr bringt die Schweizer U20 etwas internationales Flair in die Sachsenhalle. Die Schweizer Junioren testen im Rahmen eines zweitätigen Trainingslagers die Spielstärke der „Saasemer“. Tags zuvor machen die Eidgenossen beim TVG-Konkurrenten TSB Horkheim Station um das Trainingslager dann mit dem Spiel in Großsachsen zu beschließen. Dabei kommt es zu einem Wiedersehen mit Matthias Gysin. Der ehemalige Torhüter der SG Leutershausen ist bei den Schweizern als Co-Trainer tätig. Nach der Partie gibt es für beide Mannschaften auf dem Spargelhof Reisig ein Abendessen. Gemeinsam wird man den Sonntag ausklingen lassen und den Gästen dann eine schöne Heimfahrt wünschen. Wer sich die Partie nicht entgehen lassen möchte kommt am Sonntag den 20 Juli um 15 Uhr in die Sachsenhalle. Karten zu 5,- € (4,- € Erm.)gibt es noch genügend an der Tageskasse.

03.06.2014

TVG freut sich über viele Nachbarschaftsderbies

Presse aus WN vom 3. Juni 2014

Mit Spannung war sie erwartet worden die neue Einteilung der 3. Ligen des DHB. Am Wochenende war es nun endlich soweit. Für den TVG hätte es fast nicht besser kommen können. Neben dem „Derby der Derbys“ gegen die SG Leutershausen hat man mit der SG Nussloch, SG Kronau-Östringen, TV Hochdorf, TGS Pforzheim, TSB Heilbronn-Horkheim fünf weitere Mannschaften die praktisch in der „näheren“ Umgebung liegen. Richtig weit fahren muss der TVG nur nach Konstanz,  Rödelsee, Friedberg und vor die Tore Münchens zum Bayernmeister TuS Fürstenfeldbruck. Die Saasemer Fans sollten sich zwei Termine ganz besonders im Kalender anstreichen. Bereits am 20.09. kommt die SGL in die Sachsenhalle um die Hirschberger Ortsmeisterschaft auszuspielen und am 29.11. wird die SG Nussloch zu Gast in der Sachsenhalle sein. Der Sportliche Leiter des TVG, Uwe Rahn zeigte sich mit der Einteilung dann auch zufrieden: „Das ist die von uns erhoffte, fast optimale Lösung. Es wäre schön gewesen wenn auch die drei Clubs aus dem Odenwald (Kirchzell, Groß-Umstadt u. Groß-Bieberau) dabei gewesen wären, aber wir sind sehr zufrieden. Der Geheimfavorit neben der SGL ist für mich sicherlich die SG Nussloch mit einer hervorragend besetzten Truppe. Wir freuen uns auf viele Derbys, natürlich insbesondere auf die Spiele gegen die SGL“. Trainer Stefan Pohl hofft auf volles Haus bei den Heimspielen, denn: „Nicht nur die Nähe sondern auch sportlich ist die Klasse absolut reizvoll. Es wird schwer den siebten Platz aus der letzten Saison zu bestätigen, aber das muss unser Ziel sein. Auch ich erwarte die SGL und die SG Nussloch ganz vorne. Neben den „üblichen“ Verdächtigen aus Horkheim und Hochdorf“. „Natürlich geht es immer auch noch besser, aber wir können uns sicherlich nicht beklagen. So viele Derbys in einer Runde konnten wir den Fans noch nie bieten, das sollten sie sich nicht entgehen lassen und sich eine Dauerkarte sichern. Da wir jetzt die Termine kennen beginnt für uns die richtige Arbeit. Es gibt viel zu tun, aber die Vorfreude ist riesengroß“, ist TVG Manager Fritz Mayer schon wieder im „Stress“. Eine kleine Unsicherheit bei der Einteilung besteht allerdings noch. Sollte der HSV Hamburg keine Lizenz für die 1. Liga erhalten und in die 3. Liga eingegliedert werden müssen, kann es noch zu Verschiebungen kommen. Dann müsste Hochdorf, wahrscheinlich, in den Westen und der HSC Bad Neustadt würde wieder in den Süden rutschen. Aber das hofft man rund um die Sachsenhalle natürlich nicht.

20.01.2014

Perfekter Pohl-Einstand

TVG Großsachsen siegt 33:29 (14:14) bei SG Herrenberg / Comeback von Torwart Fischer

Herrenberg. Besser kann es für einen neuen Trainer nicht laufen: Erstes Spiel, gleich ein Sieg und das auswärts bei einem direkten Konkurrenten. Perfekter Einstand also für Stefan Pohl bei den Drittliga-Handballern des TVG Großsachsen, die am Samstagabend bei der SG Herrenberg mit 33:29 (14:14) die Oberhand behielten.

Auch wenn es der TVG bis zehn Minuten vor Schluss sehr spannend machte, sich dann aber dank der größeren Reserven verdient absetzen konnte. Bis es aber so weit war, hatte Großsachsen Schwerstarbeit zu verrichten und das auf einem heißen Pflaster. Die Gastgeber zeigten von Beginn an, dass sie die Punkte in der Markweghalle behalten wollten und legten los wie die Feuerwehr. 6:9 stand es aus Sicht der Gäste nach 15 Minuten - so richtig wollte der TVG noch nicht ins Rollen kommen. Nach einer Auszeit und einigen personellen Umstellungen kämpfte sich Großsachsen zurück in die Partie.

Beim Halbzeitstand von 14:14 war der Anschluss wieder hergestellt und ließ für den zweiten Durchgang alles offen. Nach dem Pausentee legten die "Saasemer" zumeist vor und die Heimsieben glich postwendend aus. Die Partie war nichts für schwache Nerven und den Akteuren merkte man die Bedeutung des Spiels auf beiden Seiten an. Kampf war also Trumpf und in der 45. Minute beim Stand von 22:22 bat TVG-Trainer Stefan Pohl seine Spieler zum Gespräch. Der TVG wirkte fortan zielstrebiger und willensstärker als die Gastgeber. In der 53. Minute hatte sich Großsachsen eine 28:24-Führung erarbeitet und ließ sich nun auch nicht mehr durch die harte Gangart der Gastgeber aus dem Konzept bringen. Marius Jörres spielte schon längere Zeit mit Turban und nach einem weiteren harten Foul an Simon Reisig sah man aufseiten der SG Herrenberg den zweiten roten Karton des Spiels. Beim 33:26 in der 57. Minute nahm der TVG den Gang raus und begann etwas verfrüht mit dem Feiern. Herrenberg nutzte dies zur Ergebniskorrektur, was aber nichts am verdienten Auswärtssieg des TVG änderte.

Besonders erfreulich war, dass Torhüter Andreas Fischer nach seinem Kreuzbandriss in der 55. Minute sein Comeback feierte und erstmals seit Monaten wieder das Gehäuse des TVG hütete. Jetzt heißt es, Mund abputzen und am kommenden Samstagabend zu Hause gegen Auerbach nachlegen. Nach den letzten Auftritten hofft der TVG auf eine volle Sachsenhalle, verdient wäre das allemal. hm

TVG Großsachsen: Peribonio, Fischer; Gunst (4), Jörres (5), Kohl (3), Zahn (7), Rybakov (1), Spilger (3), D. Sauer (1), Gans (1), F. Sauer (7/5), Reisig (1), Knierim, Ackermann.

Pressebericht von Heiner Mayer aus Weinheimer Nachrichten

04.01.2014

Stefan Pohl übernimmt das 3.Liga-Team als neuer Cheftrainer

Stefan Pohl bisher Trainer der zweiten Mannschaft und Co-Trainer der ersten Mannschaft, übernimmt ab sofort die alleinige Verantwortung beim Drittliga-Team des TVG Großsachsen. Der bisherige Trainer Andrei Siniak wurde vom Amt freigestellt.
Bild von Pressefotograf Simon Hofmann

Großsachsen. Das neue Jahr beginnt bei den Handballern des TVG Großsachsen gleich mit einem Paukenschlag. Der Drittligist hat sich von seinem bisherigen Trainer getrennt und Andrei Siniak mit sofortiger Wirkung von seinem Amt freigestellt.

Stefan Pohl, bislang Co-Trainer und zugleich Trainer der zweiten Mannschaft in der Kreisliga, übernimmt nun die alleinige Verantwortung für das Drittliga-Team. Das bestätigte gestern der Sportliche Leiter Uwe Rahn auf Nachfrage. "Stefan Pohl wird die Mannschaft schon am Wochenende beim ersten Vorbereitungsturnier betreuen. Er ist keine Notlösung. Auf der Bank wird er bis Saisonende von Torwart-Trainer Adam Frohn unterstützt.

Zur nächsten Runde werden wir sehen, ob wir wieder einen Co-Trainer für die Erste installieren. Auf jeden Fall haben wir absolutes Vertrauen zu Stefan. Seine vorgestellten Konzepte haben uns überzeugt." "Das Klima war nicht förderlich" Die mit höheren Ambitionen in die Saison gestartete erste Mannschaft blieb in der Vorrunde der 3. Liga sportlich weit hinter den Erwartungen zurück. Daran änderte letztlich auch der überraschende Heimsieg gegen Coburg kurz vor Weihnachten nichts mehr. "Wir hatten den Eindruck, dass die Mannschaft hier eher für ihr Publikum als für ihren Trainer gespielt hat", begründete Uwe Rahn die Trennung von Andrei Siniak letztlich mit der fehlenden Chemie zwischen Trainer und Team. "Andrei war sehr engagiert, aber das Klima mit den Spielern war nicht mehr förderlich, um zuversichtlich in die Zukunft zu blicken", so Rahn. Daher habe der Verein jetzt in der kurzen Weihnachtspause handeln müssen, um eine Wende zu ermöglichen. "Andrei hat unsere Entscheidung professionell aufgenommen und auch selbst gemerkt, dass er wohl zu hohe Erwartungen an die eigenen Spieler hatte." Das Ganze sei im Übrigen "kein Schnellschuss" gewesen, unterstreicht TVG-Manager Fritz Mayer. "Der Entscheidung gingen etliche Gespräche voraus, in denen wir uns alle Seiten angehört haben. Am Ende sahen wir in unserem Kompetenzteam keine andere Möglichkeit mehr. Wir danken Andrei Siniak für seine geleistete Arbeit und gehen nicht im Bösen auseinander."

Gerade zu Saisonbeginn habe Siniak "ganz schwierige Situationen" meistern müssen, erklärt Fritz Mayer und meint damit die Verletztenmisere, als mit Andreas Fischer, Patrick Zweigner, Jonas Gunst, Simon Reisig und Dominic Sauer zwischenzeitlich gleich fünf Spieler längerfristig ausfielen. "Für die Verletzten kann Andrei nichts, trotzdem haben wir uns die Entwicklung der Mannschaft schon etwas anders vorgestellt. Besonders die Heimschwäche nahm zum Teil dramatische Formen an, das kann man sich in solch einer starken Liga nicht leisten. Wir hatten das Gefühl, dass Andrei die Mannschaft einfach nicht mehr erreicht und mussten im Sinne des Vereins handeln", sagt Uwe Rahn. bk/hm .

Pressebericht von Redakteur Bernd Klemm u. TVG Pressechef Heiner Mayer aus Weinheimer Nachrichten